Kategorie: Zeichenmaterial

Ein Reise-Skizzenbuch

Es ist das erste Mal, wo ich „seriös“ ein Reise-Skizzenbuch führe. Blöd, warum bin ich nicht eher auf die Idee gekommen….

Ich habe mir ein kleines Notizbuch gekauft, das mit einem Gummi zusammengehalten wird. Das ist wirklich sehr praktisch. Das Papier ist gelblich (ohne Häuschen oder Linien) und leider nicht ganz optimal für die Aquarellfarben. Die Farben wirken darauf eher blass, und das Papier saugt zu stark.
Ausserdem musste ich feststellen, dass die Fineliner und Stifte teilweise durchdrücken; also musste ich jeweils eine Seite freilassen, um keine Zeichnungen zu ruinieren.

Die Knackpunkte beim Skizzieren sind immer ein wenig ähnlich: Das Wetter (windig, Sonne blendet, heiss, Regen hatten wir zum Glück keinen), manchmal Zeitdruck (gehn wir endlich weiter, Mami?) oder Leute, die komisch von hinten über die Schulter gucken.

Hier ist das Resultat meiner dreiwöchigen Rundreise durch Portugal (Porto – Lissabon – Sintra – Lagos – Sétubal):

Mit Papier experimentieren

Worauf zeichnest du? Normales, weisses Zeichenpapier? Wie langweilig 🙂

Es gibt unendlich viele Zeichenuntergründe – jeder hat seine Vor- und Nachteile, und jeder ist für sich interessant.

Wichtige Gedanken dazu:

  • soll das Gemalte lange haltbar sein? Dann unbedingt säurefreies Papier benutzen
  • willst du das Gemalte mitnehmen? Dann ist Graffiti auf Mauern nicht unbedingt deins…
  • willst du mit Aquarell colorieren? Dann sollte das Papier eher hell sein.

… du solltest dir also das Ziel schon mal überlegen. Ansonsten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt!

Bei diesem Bild habe ich mit Fineliner gearbeitet und danach die ganz hellen Stellen mit einem weissen Gel-Stift herausgehoben.

Braunes Packpapier (als Malblock von Gerstäcker)

 

Die fehlenden Farben

Kürzlich habe ich dieses tolle Bild bei den urban sketchers gesehen:

Da ist mir etwas aufgefallen: im Himmel und Wasser sind Cyan und Magenta als Farben vertreten (bzw. Mischfarben davon). Diese zwei Farben werden vor allem in der Drucktechnik gebraucht, da man damit fast sämtliche farbigen Druckerzeugnisse druckt.

In meinem Aquarellkasten (bzw. meinen Kästen, ich habe einige) sind sie jedoch nicht vertreten! Das ist schade, denn man kann tolle Töne damit mischen. Dafür hat es diverse Arten von Brauntönen, die ich nie brauche. Vor allem die klassischen 24-er Kästen (24 Näpfchen Farbe) enthalten viele braune Töne und zuwenig Blau- und Rotvarianten. Ein schönes Türkis oder Violett-pink, wie es oft bei Sonnenuntergängen vorkommt, kann man somit fast nicht erzeugen.

Ich gehe jetzt hin und bestelle mir diese Farbtöne bei Gerstäcker oder Bösner:

www.gerstaecker.ch
www.boesner.ch

 

Fröstelig im Juni

Beim Zeichnen im Schatten merkt man die Temperatur sehr schnell! Bzw. die fehlende Temperatur…

Mein Rat: immer ein extra Jäggli mitnehmen. Ausser bei 30°C im Schatten, da eher ein Extra-Wasser mitnehmen. Nicht dass du das Malwasser wegtrinkst. 🙂

Technik heute: Aquarell, relativ kräftige Farben; danach mit Fineliner gezeichnet und mit blauem Farbstift Schatten verstärkt.

Mosergarten Schaffhausen

Mein Arbeitsplatz (noch bis Juli…)

Seit sechs Jahren arbeite ich hier, an der Ruchstuckstrasse in Brüttisellen.
Aber nur noch bis im Juli! Was nachher kommt… wer weiss?

Deshalb habe ich aus vorausschauend nostalgischen Gründen meinen Arbeitsplatz skizziert. Diesmal die Aussenansicht, das nächste Mal dann von innen!

Die Zeichnungen sind gemacht mit:

  • Fineliner sepia, graphit, 0.5mm
  • Tintenroller „Uniball eye micro“ schwarz
  • „Lyra“ löslicher Graphitstift
  • Lukas Aquarellfarbe (mit ein bisschen Weiss von Bellcolor, Migros)

 

Ich poste hier mein Essen

Aber nicht wie üblich fotografiert, sondern gemalt.
Versuch es auch!
Ich würde mich über entsprechende Beiträge sehr freuen:
bitte senden an werkstatt@urban-sketching.ch (eingesandte Beiträge werden hier veröffentlicht)

Lachsbrötchen mit Tomaten-Mozzarella-Salat

Papier: Skizzenbuch
Fineliner: Uniball Eye Micro (eigentlich ein Tintenroller)
Farben: Belcolor Tuben-Wasserfarbe (Migros)
Pinsel: No-Name Synthetic Nr.8

Thiergarten Schaffhausen

Ein toller Samstag-Nachmittag zum Zeichnen. Das „Restaurant Thiergarten“ bietet auch ein schönes Sujet.

Einige Dinge habe ich festgestellt, bzw. gelernt:

  • Ich bin sehr ungeduldig, vor allem was Fenster angeht – die sind einfach so kleinteilig-detailliert, dass ich fast vergitzle.
  • Dann die Maltechnik: Teile des Bildes auch einfach „leer“ zu lassen und nicht detailliert auszuarbeiten schafft eine schöne Tiefenwirkung.
  • Wann ist ein Bild fertig? Ich wollte unbedingt die schönen blauen Fensterläden zeigen. Irgendwie fand ich es ohne Farbe aber besser.
  • Der Flachpinsel von „Jaxhair“ ist für Aquarell ungeeignet. Der Farbauftrag wird unregelmässig und nicht schön. Der „Lascaux“ Pinsel ist viel besser.
  • Das Bild habe ich vorskizziert mit einem HB-Bleistift, dann mit einem „Graphik Line Maker 0.5mm grau“ ausgearbeitet. Das Grau wirkt schön, eine Variante wäre gewesen, die fokussierten Teile schwarz nachzuarbeiten.
  • Ich habe ziemlich lange gebraucht für das Bild (ca. 2 Stunden). Das Schnell-Skizzieren muss ich noch üben. Ausserdem ist es schwierig, vom Grossen ins Kleine zu gehen – ich erwische mich immer mal wieder bei unwichtigen Details 🙂

Hier noch einige Impressionen:

Test: Fineliner „Graphik Line Maker“, 0.5mm, sepia

Den Fineliner von „Graphik“ gibt es in schwarz, graphit und sepia.
Hier der Test mit der Strichstärke 0.5mm.
Für mich ist die Strichstärke fast zu dick. Die Tinte fliesst recht grosszügig, was den Strich noch etwas verbreitert und auf saugenden Papieren ein Problem sein kann.

Die Farbe gefällt mir gut, als Alternative oder Ergänzung zu schwarz; es lässt sich ein warmer Bildton erreichen.

Fineliner mit Aquarellfarbe ergänzt.